Mediale Wahrnehmung

Der allererste.

Eine kleine Handvoll Zeitungsartikel präsentierte meine Aktivitäten schon vor Erreichen der Volljährigkeit. Darin ging es 1966 um Wuppertals besten Tipp-Kick-Verein, die 1967er Schülerdemo gegen den Sechstagekrieg sowie um meinen LSD-Prozess (nebst Freispruch!) im Sommer 1970 – mit den Schlagzeilen „Hascht du Haschisch in der Tasche …” (Neue Rhein-Zeitung) bzw. „Etwas LSD in der Tasche” (General-Anzeiger) und der rücksichtsvollen, weil meine Anonymität bewahrenden Umbenennung zum „bärtigen, langmähnigen Studenten Oskar”. Hinzu kam eine Kurzmeldung, nachdem ich den Erfolg unserer Oberstufen-Fußballmannschaft beim Stadtpokal 1967 durchtelefoniert hatte.

Seit ich kommunal- und parteipolitisch aktiv bin, schlug sich das nicht nur in gut 2.000 Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln, Radio- und TV-Sendungen, sondern auch in 15 Büchern nieder – nicht schlecht für einen Dorfpolitiker. (Stand: November 2020)

Bei den Printmedien ist insbesondere das gesamte Spektrum der lokalen und regionalen Tages- und Wochenzeitungen vertreten; sechs von ihnen haben seit 1982 sogar jeweils eine dreistellige Zahl von Artikeln veröffentlicht, hauptsächlich natürlich über meine kommunalpolitischen Aktivitäten. Darüber hinaus zählen Tageszeitungen aus allen Ecken der Republik hierzu, von Flensburg über Berlin und Hannover bis Saarbrücken, vereinzelt sogar im dänischen und französischen Ausland. Unter den Wochenzeitungen bzw. Zeitschriften sind Der Spiegel, Geo, Deutsche Volkszeitung, Tempo, Junge Welt, France Football und Prinz vertreten.

2016 im Quizduell

Bei der gleichfalls dreistelligen Zahl von Sendungen in Rundfunk und Fernsehen war ich häufig, alleine oder in kleinen Runden, Studiogast. Auch hier überwiegen die örtlichen und regionalen – öffentlich-rechtliche wie private – Sender, aber zu diesem Kreis gehören auch bundesweit ausgestrahlte Berichte und Interviews – in der ARD von Zapp über den Bericht vom Bundesparteitag und Quizduell bis hin zur 20-Uhr-Tagesschau, im Magazin Vivo auf 3sat sowie bei Phoenix. Gerade diese Ausstrahlungen wie auch Artikel in überregionalen Printmedien befassten sich eher mit anderen als meinen politischen Aktivitäten; vielmehr stand dort wiederholt meine Rolle in der Wikipedia im Mittelpunkt, aber auch die Vielzahl von ehrenamtlichen Tätigkeiten, meine Vorlieben für Ratespiele oder den Donaldismus. Einmal ging es sogar um die – wie ich fand, ziemlich abwegige – Verknüpfung meines Schiedsrichterseins mit meiner Parteizugehörigkeit: Als der DFB 1993 grüne Ausweichtrikots für Fußballschiris einführte, wurde ich im Studio des Pay-TV-Senders Premiere unter anderem zu der Frage interviewt, ob ich nicht befürchte, auf dem Platz von Zuschauern als „grüne Sau” bepöbelt zu werden. Themen, die die Welt bewegen. Qualitätsjournalismus in Reinkultur.

Thematisch ähnlich breit gestreut sind die Erwähnungen und Darstellungen in Büchern. Etliche davon beziehen sich natürlich auf meine politischen Aktivitäten im Zusammenhang mit markanten lokalen Themen wie der Überbauung des ehemaligen jüdischen Friedhofs in Ottensen durch ein Einkaufszentrum oder dem wiederholt geldwerten Geklüngel von Mitgliedern der Hamburger Staatspartei. Meine Offenlegung von Nutznießern und Steigbügelhaltern beim Verkauf des städtischen Volksparkstadions für eine D-Mark an den Hamburger SV findet sich sogar in Büchern über diesen Klub wieder.

Das seit einem Vierteljahrhundert aktive Mitglied in Hamburgs großem Stadtteilverein wird aber auch in Büchern über St. Pauli erwähnt. Wuttke und sein Altonaismus haben u.a. Eingang in ein dänisches Schulbuch, eine wissenschaftliche Publikation über Geschichtsbilder und Erinnerungskultur und in die offizielle Festschrift zum 350. Stadtjubiläum Altonas gefunden. Weitere Druckwerke erwähnen den Radsportler und den Wikipedianer.

Das grosse Hamburg-Buch von 2012 soll das Schlusswort haben: „Es gibt wohl keinen glühenderen Altonaer Lokalpatrioten als Olaf Wuttke.” Kann durchaus hinkommen. Aber jetzt ist Wedel mein Lebensmittelpunkt.